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Weihnachten rund um den Globus

Weihnachten rund um den Globus

Weihnachten - die Zeit der Stille und Besinnlichkeit und ein Fest mit vielen Traditionen.

Weihnachten - die Zeit der Stille und Besinnlichkeit und ein Fest mit vielen Traditionen. Bei uns gibt es in der Vorweihnachtszeit den klassischen Adventskalender, den Nikolaustag und am 24. Dezember kommen Weihnachtsmann oder Christkind und bringen die Geschenke. Aber wie ist das eigentlich in anderen Ländern? Wir haben die außergewöhnlichsten Weihnachtsbräuche aus aller Welt gesammelt:

Spanien – Glücksspiel und Lügengeschichten

Für die Spanier beginnen die Weihnachtsfeiertage am 22. Dezember mit der „Sorteo extraordinario de Navidad“, der traditionellen Weihnachtslotterie, welche es bereits seit 1812 gibt. Sie stürmen in die Läden, um sich Lose für die größte Lotterie der Welt zu kauen. Die Ziehung verfolgen die spanischen Familien dann gebannt zuhause vor dem Fernseher oder im Radio.

Das Highlight des Festtagsmahls ist die „Urne des Schicksals“, ein Gefäß in dem sich kleine Geschenke und Nieten befinden und aus dem jedes Familienmitglied so lange zieht, bis es ein Geschenk in der Hand hält.

Am Abend des 24. Dezembers geht die Familie in die Mitternachtsmesse, die man in Spanien „Misa del Gallo“ – „messe des Hahns“ nennt. Denn hier glaubt man, dass ein Hahn als erster die Geburt Jesus verkündet habe.

Ein weiterer Brauch ist der „Dia de los Inocentes“ – „Tag der unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember, an dem sowohl Kinder als auch Erwachsene sich nach Lust und Laune gegenseitig Streiche spielen können und auch die Medien sich um besonders kreative Lügengeschichten bemühen.

Australien & Neuseeland – Santa Clause in Bermuda-Shorts

Weil diese beiden Länder auf der Südhalbkugel liegen, findet Weihnachten hier im Hochsommer statt. So verbringt man hier die Weihnachtszeit bei 30 Grad im Schatten und in Badehose. In der Vorweihnachtszeit gibt es die aufregende Christmas Pageant, einen Weihnachtsumzug, bei dem bunt geschmückte Wagen durch das Stadtzentrum fahren. Auf einem der Wagen findet man den Weihnachtsmann auf einem Jetski, der Süßigkeiten in die feiernde Menge wirft.

Am ersten Weihnachtsfeiertag machen viele Familien gerne Ausflüge und lassen den Tag mit einem Picknick oder BBQ am Strand enden.

Ein bekanntes australisches Weihnachtslied ist „Six White Boomers“. Dem Liedtext zufolge tauscht der Weihnachtsmann in Australien seine Rentiere gegen sechs weiße Kängurus ein oder auch gegen Wasserski mit denen er dann in Bermuda-Short und mit Sonnenbrille die Geschenke austeilt.

Finnland – Sauna und Geschenke für den Hamster

Hauskaa Joulua – Fröhliche Weihnachten! In der Heimat des Weihnachtsmannes wird mit diesem Satz die Weihnachtszeit begangen, die hier bereits im November beginnt, wenn in den Vereinen und Betrieben die Weihnachtsfeiern mit dem Namen Pikkujoulu (kleine Weihnacht) ausgerichtet werden.

Am Heiligen Abend, der hier immer sehr schneereich ist, wird um Punkt 12 Uhr der Weihnachtsfrieden ausgerufen nach dem alle Geschäfte schließen. Abends trifft man sich dann im Kreise der Familie zum traditionellen Weihnachts-Saunagang.

Zu den finnischen Weihnachtsbräuchen gehört das gemeinsame Essen eines Haferbreis, in dem genau eine Mandel versteckt ist. Der Brauch besagt, dass denjenigen, der die Mandel in seinem Schälchen findet, ein glückliches neues Jahr erwartet.

Außerdem gehört es in Finnland dazu, dass auch an die Tiere gedacht wird. Hier bekommen auch Haustiere wie Hunde, Katzen oder Hamster ein eigenes Geschenk und für die Vögel in der freien Natur werden Futterkugeln in die Bäume gehängt.

Indien – Lamettapalmen und Feuerwerk

Ähnlich wie bei uns wird in Indien zu Weihnachten viel dekoriert. Tannenbäume gibt es dort allerdings auch an Weihnachten nicht. Stattdessen werden Bananenstauden, Mangobäume und Palmen geschmückt. Statt Gans mit Rotkohl und Klößen isst man Curryreis, Gemüse und mariniertes Fleisch und statt besinnlichem Beisammensitzen wird getanzt und am zweiten Feiertag ein Feuerwerk in der Gemeinde entzündet.

Großbritannien -

Der 2. Weihnachtsfeiertag wird von den Briten traditionell „Boxing Day“ genannt. Denn die Geschichte besagt, dass wohlhabende Gutsbesitzer, als Gegenleistung für ein gut laufendes Weihnachtsfest, ihren Bediensteten den 26. Dezember frei gaben, damit sie mit ihren Familien feiern können. Außerdem schenkten sie ihren Bediensteten kleine Pakete, die Geschenke oder Geld und oft Reste vom Weihnachtsessen beinhalteten.

Auch heute noch ist es üblich dem Postboten, Milchmann oder Zeitungsjungen am Boxing Day ein kleines Trinkgeld zu geben.

Auch die Weihnachtspost spielt in Großbritannien eine große Rolle. Hier werden schon ab dem 1. Dezember fleißig Karten und Briefe geschrieben und die, die man selbst erhält, werden wie Trophäen an einer langen Schnur im Wohnzimmer aufgehängt.

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