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Spanien mit dem Fahrrad

Spanien mit dem Fahrrad

Mit Muskelkraft auf den Vias Verdes

Flexibel und flott unterwegs, doch nie so schnell, als dass man etwas verpasst – mit kaum einem Gefährt lässt sich eine Region so gut kennenlernen, wie mit dem Fahrrad. Denn egal ob man ganz individuell mit Gepäck und Zelt unterwegs ist oder ob man sich nur für ein paar Stunden bzw. für eine Tagestour aufs Rad schwingt oder sogar sportlich mit dem Rennrad unterwegs ist – vom Fahrradsattel aus kommt man Land und Leuten automatisch viel näher, als wenn man einfach mit dem Auto von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit braust oder nur zwischen Hotel und Strand pendelt. Und das Schöne dabei: Durch die immer größere Verbreitung von E-Bikes verlieren auch hügelige Strecken ihren Schrecken: Denn mit Hilfe des Elektromotors bewältigt man auch als ungeübter Radler die eine oder andere Steigung ohne allzu große Strapazen.

Insbesondere Spanien hat sich in den letzten Jahren zu einem idealen Ziel für Fahrradfreunde entwickelt. So wurden tausende Kilometer Radwege ausgebaut und gut beschildert. Hervorzuheben sind dabei vor allem die Vias Verdes, was so viel heißt wie „Grüne Wege“ (www.viasverdes.com). Diese verlaufen meist auf stillgelegten Bahnstrecken, einige wenige entlang von Kanälen. Manche der Strecken sind durchgehend autofrei und in der Regel gut ausgebaut und asphaltiert. Die Radwege führen durch faszinierende Landschaften und ermöglichen immer wieder herrliche Ausblicke. In den Küstenregionen sind sie aufgrund der naturgemäß nur geringen Steigung (bis max. drei Prozent) eine optimale „Aufstiegshilfe“, um in das höher gelegene Hinterland zu gelangen.

Natürlich kann man für eine Fahrradtour in Spanien sein eigenes Rad mitbringen, aber das ist nicht unbedingt notwendig: Denn gerade entlang der Vias Verdes kann man diese vor Ort leihen.

Will man am Tag längere Strecken fahren, lohnt es sich, früh aufzustehen, rät der Fahrradclub ADFC. So sitzt man in der Morgenkühle schon auf dem Sattel und kann bis Mittag den größten Teil der Tagesstrecke schaffen. Die restlichen Kilometer radelt man dann nach ausgiebiger Rast, da vor 17 Uhr besonders im Süden kaum Abkühlung spürbar wird.

Die günstigsten Zeiten für einen Spanienurlaub per Rad sind April und Mai. Im Hochsommer sollte man aufgrund der Hitze größere Touren eher vermeiden. Auch September und Oktober eignen sich von den Temperaturen her, jedoch ist das Land dann nicht mehr so grün.

Übrigens: Spanien ist eines von weltweit nur wenigen Ländern, das Radlern eine Helmpflicht auferlegt. Seit 2002 müssen Radfahrer außerhalb geschlossener Ortschaften Helme tragen, für Personen unter 16 Jahren gilt diese Regel generell, so der ADFC. Und: Spaniens Autofahrer hupen oft, bevor sie Radfahrer überholen.

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