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Kreuzfahrten

Kreuzfahrten

Kreuzfahrten auf heimischen Gewässern – Perfekte Entschleunigung mit Panorama

Wer glaubt, es gibt einen guten Grund, warum Deutsche so gern „vor der eigenen Haustür“ auf Kreuzfahrt gehen, der irrt. Denn es gibt nicht einen, sondern viele schöne Gründe! Die See ist vergleichsweise ruhig, eine lange Fluganreise entfällt und die Ziele sind mindestens genau so reizvoll. So sind gerade für Kurz- oder Schnupperreisende Touren auf der Ostsee ideal. Denn selten erreicht man so viele spannende Reiseziele in so kurzer Zeit, schließlich säumen neun Länder das baltische Meer. Geschichtsträchtige Städte wie etwa Stockholm, Kopenhagen, Danzig, Riga, Tallinn oder St. Petersburg locken mit Kultur und Kulinarik.

Tatsächlich machte im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel der deutschen Passagiere eine Kreuzfahrt in Nord-West-Europa, zu den Britischen Inseln sowie durch die Ostsee. Insgesamt zählte der deutsche Hochsee-Kreuzfahrtmarkt 2,02 Millionen Gäste für 2016, das entspricht einem Wachstum von 11,3 Prozent im Vergleich zu 2015. Das ist das Ergebnis der Studie „Der Hochsee-Kreuzfahrtmarkt 2016“, die im Auftrag des internationalen Kreuzfahrtverbands Cruise Lines International Association erstellt und gemeinsam mit dem Deutschen ReiseVerband herausgegeben wurde.

Die Studie räumt auch gleich noch mit einem hartnäckigen Vorurteil auf, dass nämlich hauptsächlich Rentner von der Reling aus in den Sonnenuntergang schauen. Denn in Wirklichkeit ist die stärkste Altersgruppe die der 41- bis 55-Jährigen, aber immerhin war im Vorjahr jeder zehnte Passagier schon jünger als 15 Jahre.

Da der Kreuzfahrtmarkt noch weiter wächst – bis 2019 sollen weltweit 44 neue Schiffe in Dienst genommen werden – ist das Angebot ungemein vielfältig. Da gilt es, sich zu überlegen, was einem wirklich wichtig ist: gutes Essen, ein günstiger Preis, familienfreundliche Angebote, ausgefeilte Theatershows?

Viele Anbieter werben gerade in der Ferienzeit mit günstigen Kinder-Arrangements. Ein Megaliner mag gigantische Bespaßungsangebote bieten, aber nur die kleineren Schiffe, die maximal 1000 Passagiere aufnehmen, können zentral und häufig unweit eines historischen Stadtkerns anlegen, was zum Beispiel in St. Petersburg einen beeindruckenden Ausblick bietet. Ganz abgesehen davon ist man mit wenigen Schritten direkt in der Altstadt.

Ein weiteres Argument für die etwas kleineren Schiffe: Einige Highlights, wie etwa die norwegische Jugendstilstadt Åalesund, sind so klein, dass sie beim Anlegen eines Megaliners förmlich von Menschen geflutet werden. Das macht keinem Spaß, weder den Einheimischen noch den Gästen.

Dieses Problem kennen Flusskreuzfahrer weniger. Und hier ist das Risiko seekrank zu werden, noch geringer als auf hoher See. Ein weiteres Plus: Viele Anbieter verzichten inzwischen weitgehend auf Innenkabinen, sodass Zimmer mit Aussicht schon zum Standard gehören.

Ob auf Kabine oder an Deck: Scheinbar vorbeigleitende Landschaften bieten nicht nur die schönsten Postkartenmotive, sie sorgen automatisch für erholsame Entschleunigung. Säumen dann noch Weinberge, Burgen und Schlösser den Weg, ist das Landschaftspanorama perfekt. Vielleicht auch deshalb sind die weltweit beliebtesten Flusskreuzfahrten der Deutschen nach wie vor der Rhein (2016: 35,5 Prozent) und die Donau (2016: 34,4 Prozent). Zum Vergleich: Auf die Seine, die Rhône, die Saône und andere französische Flüsse zog es im Vorjahr 10,5

Prozent der Deutschen. Und für jene, die nicht nur die Landschaft an sich vorbeiziehen lassen wollen, bieten Anbieter verstärkt auch Rad- und Gourmet-Touren an.

Das einzige, was Hochsee- und Flusskreuzfahrt-Veranstalter leider nicht bieten können, ist eine Schönwetter-Garantie. Aber die gibt es selbst für Mittelmeer-Reisende nicht.

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